
Band: WHOREMOTHER
Album: Slayed In Poland
Genre: Black/Death Metal
Trackliste:
01. Bunker 44
02. 13 Plastic Bags
03. Devil´s Death
04. In The Candle Light
05. Body Christmas
06. Cold Surgeon
07. Yvonne
WHOREMOTHER ist eine Black/Death Metal-Gruppe aus Polen. Gegründet wurde die Band in der polnischen Stadt Kielce. Mit der vorliegenden Scheibe Slayed In Poland veröffentlichte das Quintett im Jänner 2025 sein Debut-Album. Auf dem Silberling befinden sich sieben Tracks mit einer Unterhaltungsdauer von 29 Minuten und 23 Sekunden.
Beim Cover-Artwork könnte man glatt davon ausgehen, dass es sich um eine Deathcore-Platte handelt, aber man bekommt auch nicht unbedingt handelsüblichen Black/Death Metal geboten. Die Polen legen ihren Mix sehr zeitgemäß an und dadurch bekommt auch die Musik einen recht modernen Touch verpasst. Die Mucke kann man als melodischen und druckvollen Death/Thrash Metal mit einer dezent dosierten Prise Black Metal, aber auch mit einem leichten Hang zum Metalcore, beschreiben. Mit dieser Kombination können die fünf Polen durchaus beim Publikum punkten und auch die breite Masse ansprechen, da für jeden Genre-Fan etwas dabei ist. Gesanglich setzt man auf fieses, mit leicht verzerrtem Effekt versehenes Screaming und Growling. Der Sound ist auch sehr zeitgemäß und lässt punkto Druck und Klang keine Wünsche offen. In dieser groovigen Gangart walzt, groovt und fiedelt man sich über die gesamte knapp halbstündige Laufzeit durch die Musiklandschaft. Der einzig zu bemängelnde Punkt an den Songs ist der fehlende Wiederkernnungswert. Denn trotz der mitreißenden Performance kommt man selten auf den Punkt, um eine bleibende Erinnerung zu schaffen. Hier hätte vielleicht ein gut erkennbarer und wiederkehrender Refrain für Abhilfe gesorgt. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch die Darbietung von WHOREMOTHER. Erst ab „Bloody Christmas“ gelingt es den Polen besser, sich im Gehörgang festzusetzen. Möglicherweise sind die letzten drei Tracks aktueller und haben deshalb eine eingängigere Song-Struktur als die Nummern zuvor. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so auch auf dieser Scheibe. Denn der letzte Titel „Yvonne“ ist für mich persönlich das Highlight auf dem Silberling. Hier harmoniert einfach alles perfekt und der Refrain mit gutem Wiedererkennungswert kommt auch zum Einsatz. Alles in allem ein sehr gelungenes Debut-Album, das zwar noch Potential zur Verbesserung hat, aber ein erstes Ausrufezeichen konnten WHOREMOTHER definitiv damit setzen.
Fazit: WHOREMOTHER liefern mit ihrem Debut-Album Slayed In Poland ein ansprechendes Erstlingswerk ab. Der Mix aus melodischem Death und Black Metal mit einer Prise Core weiß durchaus zu gefallen, auch wenn es punkto Wiedererkennungswert noch Verbesserungspotential gibt.
Punkte: 8 / 10
Autor: Thomas Mais-Schöll