TUSLATARAHN – Erwachen (2025)

Band: TUSLATARAHN
Album: Erwachen
Genre: Black Metal

Trackliste:
01. Keine Heimkehr
02. Schafe im Wolfspelz
03. Erwachen
04. Im Entselbstesten
05. Nebel sei dies Leben
06. In die Ferne
07. Gottlose Brut

Hinter TUSLATARAHN verbirgt sich ein One Man Black Metal-Projekt aus Österreich. Federführend ist der Musiker Garst, der sich auch für GOAß verantwortlich zeigt und bei AUSSICHTSLOS aktiv ist. Mit GOAß konnte der Solist sehr positiv überraschen (–>Review) und von daher durfte man gespannt sein, in welche Richtung es diesmal gehen würde. Die Scheibe trägt den Titel Erwachen, beinhaltet 7 Tracks, hat eine Laufzeit von ca. 35,5 Minuten und wurde über das polnische Label Black Death Production auf den Markt gebracht.
Beim Opener „Keine Heimkehr“ sticht einem sofort der oldschoolige und etwas dumpfe Sound ins Gehör. Aber dieses Stilmittel wirkt sich nicht wirklich störend auf den Hörgenuss aus. Man bekommt anfänglich etwas straighten, aber doch melodischen Black Metal serviert und nach etwas mehr als einer Minute nimmt die Musik an Fahrt auf. Erst hier fällt auf, dass die Aufnahmen etwas drucklos wirkt. Was schade ist, denn mit etwas mehr Druck würde die Performance gleich stark an Qualität gewinnen. Durch die gute Eingängigkeit der Melodien kann man aber über diesen Aspekt ein wenig hinwegsehen. Gesanglich bekommt man gut variierendes Gekeife beigemengt und dadurch mehr Charakter zugeführt. Der zweite Track „Schafe im Wolfspelz“ hat wesentlich mehr norwegische Züge und die Vocals wirken viel giftiger als zuvor. Die harmonischen Klänge weichen und werden großteils durch etwas mehr düstere Atmosphäre ersetzt. An dritter Stelle folgt dann der Titel-Song „Erwachen“ und dieser bringt eine leicht epische Stimmung mit sich und hat sich das namensgebende Recht halbwegs verdient. Zwar ist es nicht die stärkste Nummer auf der Scheibe, aber durch das aufkommende Flair kann diese trotzdem beim Zuhörer punkten. Wesentlich harmonischer geht es dann im darauffolgenden „Im Entselbstesten“ zur Sache – für mich von den Riffs her einer der besten Tracks auf dem Album. In „Nebel sei dies Leben“ zeigt Garst dann, dass er sich auch bei steigender Geschwindigkeit wohl fühlt, denn hier wird zu Beginn mit höherer Schlagzahl aufgewartet. Dies bringt frischen Wind ins Geschehen und tut dem weiteren Verlauf des Albums gut. Auch im letzten Drittel bekommt man melodische, rasante und leicht epische Parts zu hören und so geht ein ansprechendes Debut-Album würdig zu Ende. Für Fans des raueren und oldschooligen Black Metal eine absolute Hör-Empfehlung!

Fazit: Garst liefert mit seinem neuen Black Metal-Projekt TUSLATARAHN ein ansprechendes Oldschool-Werk ab. Man bekommt einen guten Mix aus melodischem, rauem und epischem Schwarzmetall, der vor allem Fans des Underground anspricht, geboten.

Punkte: 8 / 10

  

Autor: Thomas Mais-Schöll