GAROTA/SCRÜDA – Czerń Północy (2025)

Band: GAROTA/SCRÜDA
Album: Czerń Północy
Genre: Black / Thrash Metal

Trackliste:
01. GAROTA: Zapomniane groby
02. GAROTA: Mój czarny rytuał trwa 
03. GAROTA: Gdzie wiedźmy tańczą nago z diabłem
04. SCRÜDA: To idzie
05. SCRÜDA: Wężowe serce nienawiści
06. SCRÜDA: Dno 
07. SCRÜDA: Sąd ostateczny

Das Split Album der Polen von GAROTA und SCRÜDA liefert rohen Black- und Thrash Metal. GAROTA hat sich 2020 gegründet und mittlerweile bereits 2 Alben geliefert. SCRÜDA blickt auf weniger Veröffentlichungen zurück, ein Album aus dem Jahr 2025. So ist die Zusammenarbeit mit GAROTA SCRÜDAs erstes musikalische Wirken, wenn man von der Debutsingle absieht. Diese 22 Minuten Unterhaltung mit einem Stilbruch, durch den Bandwechsel, haben es in sich.

GAROTA sieht sich primär im Thrash-Metal, und nimmt erst spät Black Metal-Elemente auf. Die Vocals sind zornig und schmerzhaft. Die grenzwertig verständliche Stimme in Polnisch verleiht dem Ganzen eine ursprüngliche Note. Gegensätzlich hierzu SCRÜDA, die stark auf Black Metal-Elemente setzen. Die unterschiedlichen Tempi und die dunklere, deprimierende Grundstimmung gehen direkt unter die Haut.

GAROTA  startet mit  „Zapomniane groby“ direkt durch. Ein rasantes Schlagzeugsolo peitscht direkt vorwärts, bis die Vocals einsetzen. Der Zorn gepaart mit dem Schmerz weckt direkt den Wunsch zu verstehen, was man hört. Insbesondere, da man die Wörter getrennt voneinander wahrnimmt. Die Gitarre bleibt fast diskret im Hintergrund, und möchte einfach nur da sein. Mit „Mój czarny rytuał trwa“ geht es zu Track zwei. Dieser beginnt fast freudvoll, im Sinne des Thrash Metal, bis plötzlich der Vocalist einsetzt und loskreischt. Dann ist man wieder dort, wo man hingehört. Rasendes Schlagzeug, intensive Vocals und devote Gitarre. Mit dem dritten Track „Gdzie wiedźmy tańczą nago z diabłem“ endet der Part von GAROTA. Mit einem langsamen Gitarrensolo wird zum fast schon ruhigen Schlagzeug übergeleitet. Die Vocals peitschen das Ganze wieder vorwärts und beenden das Ganze kraftvoll und zornig.
SCRÜDA beginnt seinen Teil mit  „To idzie“. Der Stilbruch ist hart. Vom zornigen Thrash Metal mit Black Metal-Elementen dreht es sich ins Gegensätzliche. Umso mehr geht das Growling unangenehm unter die Haut. Der 5. Track des Albums „Wężowe serce nienawiścili“ bleibt dem verstörend angenehmen Stil treu. Schnelles Schlagzeug und klirrend kreischende Vocals geben den Ton an. Während „Dno“ zeigt The Conqueror mit tiefen und knurrigen Vocals seine volle Bandbreite. Seine Stimme wird phasenweise richtig hell flehend.  Das kurzweilige Album endet mit „Sąd ostateczny“. Der kurze Track bereitet mit flehend schnellen Vocals und langsamem Schlagzeug im Wechsel auf das unvermeidliche Ende vor.

Fazit: Zwei Ansätze des Black-, und Thrash Metal. Ein kraftstrotzendes GAROTA und ein verzweifeltes SCRÜDA lassen einen tief in die polnische Underground Szene blicken. Da beide Bands andere Ansätze haben, ist der Übergang ein radikaler Stilbruch, auch für Szenefremde.

Punkte: 7 / 10

 

Autor: Christian S.