DIONE – Astrolatry (2025)

Band: DIONE
Album: Astrolatry
Genre: Black Metal

Trackliste:
01. Astrolatry
02. Black Discord
03. Prometheus, Thou Absorbing The Starlight
04. Project Zero
05. Hesperia Planum
06. Lament Of The Forgotten
07. Solar Apex (The Visceral Ode to Beta Herculis)
08. Contemplating Space and the Pearllike Miasma

DIONE ist ein One Man Black Metal-Projekt aus Polen. Federführend ist der Multi-Instrumentalist Krystian Łukaszewicz, der auch in einigen polnischen Bands aktiv ist. Gegründet wurde das Projekt 2023 in der Stadt Starogard Gdański. Noch im Gründungsjahr veröffentlichte der Musiker mit der EP Cosmosphere sein erstes Release (Review). Im März 2025 folgte nun der mit 8 Track bestückte Longplayer mit Titel Astrolatry.
Auf ein Intro wird verzichtet und es geht gleich mit dem ersten Song und zugleich Titel-Track „Astrolatry“ los. Schon bei der EP konnte der Musiker durch anspruchsvolle und abwechslungsreiche Gitarrenarbeit überzeugen und dies schafft der Pole auch diesmal wieder. Man bekommt von Beginn weg technisch hochwertige und druckvolle Riffs vor den Latz geknallt und man muss schon immer konzentriert bei der Sache bleiben, um alle Feinheiten genau zu erfassen. Einzig bei den Vocals kann man kaum Fortschritte erkennen. Diese waren schon auf der EP recht monoton ausgefallen und auch diesmal wären mehr Varianten beim Gesang wünschenswert gewesen. Da dieser aber im Sound-Mix nicht sehr dominant ist, stört dieser Umstand nur bedingt. Der Sound ist nicht ganz klar und wirkt dezent dumpf, was in diesem Fall aber ein Stilmittel zu sein scheint. In der zweiten Nummer „Black Discord“ bekommt man diesen für Polen so bekannten Black Metal-Sound geboten. Mittelschnelle Geschwindigkeit, ständige Riffwechsel und immer wieder einfließende Melodien…mehr davon, bitte. Der wohl beste Track auf dem Album folgt dann an der dritte Stelle mit „Prometheus, Thou Absorbing The Starlight“. Hier bekommt man schwarzmetallische Kunst auf hohem Niveau serviert und man wird als Zuhörer sofort gefesselt. „Project Zero“ ist thrashiger angelegt, wirkt aber etwas zerfahren und es will kein echtes Hörerlebnis aufkommen. Erst zum Ende hin kehrt wieder mehr Harmonie ein und es sind wieder sehr eingängige Melodien zu hören. In „Hesperia Planum“ will auch lange Zeit kein richtiger Spielfluss zustande kommen. Die Song-Strukturen wirken etwas konfus und für den Zuhörer nicht wirklich einladend. Dies ändert sich wieder in Track 6 „Lament Of The Forgotten“. Dieser bietet sehr atmosphärischen Black Metal, gepaart mit leichten Post-Black Metal-Elementen und zeigt eine neue Facette des Musikers auf dieser Scheibe. Mit „Solar Apex (The Visceral Ode to Beta Herculis)“ bekommt man dann noch ein atemberaubendes Instrumental-Werk geboten, das einen sofort in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt. Im abschließenden „Contemplating Space and the Pearllike Miasma“ sind zuerst eher ausladende Töne zu hören und man befürchtet schon Schlimmes, aber der Track entfaltet sich von Sekunde zu Sekunde immer besser und entwickelt sich noch zu einem leicht atmosphärisch angehauchten Kunstwerk und rundet so diesen gelungenen Longplayer perfekt ab.

Fazit: DIONE vermischt traditionellen polnischen Black Metal mit atmosphärischen bzw. postmetallischen Elementen und schafft es dabei, den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Wenn man bei den Vocals noch ein wenig nachbessert, dann ist der Pole auf dem besten Weg, sich in der Branche einen Namen zu machen.

Punkte: 8 / 10

 

Autor: Thomas Mais-Schöll