CORROSIVE ELEMENTS – Cut The Serpent´s Head (2024)

Band: CORROSIVE ELEMENTS
Album: Cut The Serpent´s Head
Genre: Death/Thrash Metal

Trackliste:
01. Conquering The Divine
02. Ignorance Is No Longer Bliss
03. So Long Sucker
04. The Unseen
05. An American Hero
06. Cut The Serpent´s Head
07. Enter The Final State
08. The Right To Remain Poor
09. Among The Casualties
10. Fascistalism

Das Quintett CORROSIVE ELEMENTS aus den Pariser Banlieues gibt es seit 2005.  Warum auch immer ließen sich die Franzosen seit dem letzten Lebenszeichen in Form des Live-Albums Burn Them Alive bis 2024 Zeit um sich mit Cut The Serpent’s Head mit voller Härte zurück unter die Lebenden zu melden. Die druckvolle Umsetzung von Thrash Metal mit starkem Death Metal-Bezug knallt richtig. Trotz des Verzichts auf lange instrumentale Passagen bleibt die Melodie erhalten. Die moderne Adaption von ursprünglichen Ansätzen kombiniert in  43 Minuten die französische Lebensart mit dem Presslufthammer des Genres.

CORROSIVE ELEMENTS spielen ihre Instrumente auf anspruchsvollem Niveau und verwenden synthetische Unterstützung mit Bedacht. Coole Riffs ziehen sich durch das gesamte Album. Das Schlagzeug ist stimmungsvoll und klar das dominierende Instrument. Das permanente Hämmern der Blastbeats knallt richtig. Der Maschinengewehrfaktor fehlt trotz schnellen Taktes jedoch. Hierfür fühlt sich klar der Vocalist zuständig. Keifend und fordernd geht sein Growling richtig ins Mark.

Der erste Track „Conquering The Divine“ beinhaltet das Intro für das Album. Andere Tracks beinhalten kein solch Ausgiebiges. Nach gemächlichem Start kommen die Franzosen langsam in Schwung. Das jedoch kompromisslos. Die Riffs machen Stimmung. Mit dem zweiten Track „Ignorance Is No Longer Bliss“ wird die eingeschlagene Härte fortgesetzt. Mit starkem Speed Metal-Einfluss und gelungenen Soli ist man dort wo man sein möchte. Der dritte Track „So Long Sucker“ erfüllt viele Thrash Metal-Klischees. Energiegeladen kann man kaum mehr ruhig sitzen. „The Unseen“ ist ebenso brutal und spiegelt den Charme aus den Anfängen wieder. Trotzdem hört und fühlt es sich frisch an, ganz und gar nicht verstaubt oder gar wiederaufgewärmt. „American Hero“ reißt ebenso mit. Hier, und in den folgenden Tracks, wird die Gesellschaftskritik tragend. „Cut The Serpents Head“, „Enter The Final State“, „The Right To Remain Poor“ und „Among The Casualties“ schlagen in die gleiche Kerbe. Trotzdem kommt keine Eintönigkeit auf und man ist richtig in Stimmung. Mit dem letzten Track „Fascistalism“ kommt wieder eine Veränderung. Durch die Variationen der Riffs kommt das Niveau des Instruments gut zur Geltung. Ein stimmungsvoller Abschluss.

Fazit: Stabiler Thrash Metal mit starkem Nostalgie-Faktor aus der Zeit, in welcher sich Death Metal als eigenes Genre etablierte. Die phasenweise punkigen Einflüsse lockern das Gesamtpaket auf und machen richtig Stimmung.

Punkte: 9/ 10

Autor: Christian S.