ABSENCE OF LIFE – Instinct Of Self-Destruction (2021)

Band: ABSENCE OF LIFE
Album: Instinct Of Self-Destruction
Genre: Depressive Black Metal

Trackliste:
01. Devotion To Pain
02. Monotony Of Existence
03. Cold Mournful Nights
04. Joy & Suffering
05. Together Shall We Rot
06. Tears Of Hate
07. On The Edge
08. Instinct Of Self-Destruction
09. Sorrow Will Last Forever

Das Soloprojekt ABSENCE OF LIFE besteht seit 2018. Der Alleinunterhalter Forladt (ehemals auch bei Dymna Lotva aktiv) bedient alle Instrumente und zeichnet auch für die Vocals verantwortlich. Bei Instinct Of Self-Destruction handelt es sich um das Debüt des weißrussischen Musikers aus dem Jahre 2021.
Das Leben ist trist. Die Pfade sind dunkel. ABSENCE OF LIFE liefert den trostlosen Soundtrack für den beschwerlichen Weg. Desperate, verhallte Vocals, melancholische Melodiebögen, bereichernde Keyboardteppiche, verwaschene Blasts, groovige Zwischentakte und langgezogene Leads bilden einige Säulen im Klangtempel des Meisters aller Klassen. Perlende Pianoweisen durchbrechen das hoffnungslose Szenario und wirken wie ein Sonnenstrahl im nebligen Jammertal. Beseelte, ungemein ruhige Zwischenparts sind wichtig für Dynamik und Stimmungsaufbau – so kann sich nämlich ein aufbäumender Zwischenspurt wie beim Opener „Devotion To Pain“ noch kraftvoller entfalten. Zarte Tastentöne sorgen im Hintergrund auch weiterhin für einen guten Kontrast zu den sonst trüben Stimmungen. Einige chorale Einlagen peppen die Vocals auf und fügen eine orchestrale Düsternis sowie feierliche Schwere hinzu. Treibende Sequenzen vermeiden ein allzu monotones Trauermarsch-Gefühl, doch der bedächtige Aufbau der Stücke führt trotzdem zu einigen Längen. Weltbewegende Überraschungen oder harsche Tempobrüche fehlen, alles ist im Fluss und gleitet dahin. Als Anspieltipp sei „Together We Rot“ genannt, denn hier gelingt es dem Musiker am besten, mit seiner Stimme zu variieren und das Geschwindigkeitsspektrum auszuloten, auch die dezent dreckige Rock-Attitüde passt gut ins Bild.

Fazit: ABSENCE OF LIFE zeichnen mit verhallter Stimme, einigen fragilen Parts und temporeichen Attacken ein düsteres Bild ohne allzu hellen Hoffnungsschimmer – doch einfache Keyboardmelodien im Hintergrund addieren einen Funken Harmonie.

Punkte: 8 / 10

  

Autor: Leonard