BULLETS OF MISERY – Debile Principium Melior Fortuna Sequatur (2022)

Band: BULLETS OF MISERY
Album: Debile Principium Melior Fortuna Sequatur
Genre: Technical/Progressive Death Metal

Trackliste:
01. Debile Principium Melior Fortuna Sequatur 
02. Abarr Biurrtuac 
03. Capelaetan Aragui Errea
04. Yrecazu Begiak
05. Arranguren Corridorean
06. Ausi Detique

Aus dem wunderschönen Baskenland kommt die Band BULLETS OF MISERY. Diese ist bereits seit 2008 aktiv und veröffentlichte bisher einen Longplayer (Purificatio Per Agone/2013) und drei EPs. Das vorliegende Werk Debile Principium Melior Fortuna Sequatur ist die letzte EP der Spanier und wurde im November 2022 über das spanische Label Violence In The Veins auf den Markt gebracht. Der Silberling wurde mit 6 Tracks bestückt und hat eine Unterhaltungsdauer von ca. 28,5 Minuten.

Nach einem knapp zwei-minütigen Intro, das eine düstere Atmosphäre aufbaut, geht es auch schon los mit dem ersten Song „Abarr Biurrtuac“. Die Basken bieten dabei eine sehr interessante Mixtur aus verschiedenen Stilen. Zu Beginn setzt man auf Riffs, die man so aus dem technischen Death Metal kennt und im Laufe der Zeit fließen dann immer mehr melodische Parts ein. Dazwischen ist dann auch ein leicht Black Metal angehauchter Part enthalten, bevor es wieder mit brachialem Death Metal weitergeht. Gesanglich hat man tiefe Growls und fieses Gekeife, die sehr sehr gut mit der Mucke harmonieren, beigemengt. In diesen 4 Minuten bekommt man definitiv viel Abwechslung geboten, aber einen Flächenbrand kann das Quintett damit noch nicht auslösen. Im zweiten Track „Capelaetan Aragui Errea“ geht man wesentlich grooviger ans Werk und dadurch wird die Performance gleich wesentlich eingängiger für den Zuhörer. Man verzichtet zwar nicht auf technisch affine Passagen, aber diesmal sind diese besser verschachtelt eingebaut und harmonieren somit im Gesamt-Klangbild besser. „Yrecazu Begiak“ ist zwar wieder mit mehr Technical Death Metal-Riffs gespickt, aber es sind auch wieder schwarz angehauchte Parts enthalten und auch wenn diese Nummer nicht so eingängig ist, ist sie doch ein düsteres Highlight auf dieser EP. Im folgenden „Arranguren Corridorean“ geht man dann einen technisch sehr ausgeprägten Death Metal-Weg und es dauert einige Zeit, bis man mitreißende Klänge serviert bekommt, aber dafür sind diese dann sehr melodisch zugleich und bieten einen guten Ausgleich zu den weniger zugänglichen Riffs. BULLETS OF MISERY schaffen es definitiv, beim Zuhörer in Erinnerung zu bleiben und durch die erfrischende Mischung sticht man auch aus der breiten Masse hervor. Abgeschlossen wird die EP von dem mehr als 7 Minuten langen Titel „Ausi Detique“ und auch hier besticht man wieder durch sehr viel Spielfreude und kann diese Scheibe mehr als würdig abschließen.

Fazit: Die Basken BULLETS OF MISERY bestechen durch ihren kunterbunten Mix aus technischem, progressivem und melodischem Death Metal, der den Zuhörer fesseln kann, auch wenn er nicht immer von Eingängigkeit geprägt ist.

Punkte: 9 / 10

 

Autor: Thomas Mais-Schöll